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WordPress Cookie Plugins (Stand Oktober 2020)

ACHTUNG: Wir sind keine Experten über Recht und die rechtliche Bestimmungen können sich im Laufe der Zeit ändern. Deshalb übernehmen wir für die Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit und Qualität der bereitgestellten Informationen und füdie Folgen von Maßnahmen, die auf der Basis von hier gegebenen allgemeinen Informationen ergriffen werden, keine Haftung. Dieser Beitrag dient lediglich dazu, unsere Vorgehensweise mit dem Thematik Cookie Plugins in WordPress Seiten zu erklären, und dir anhand unseres aktuellen Know-Hows Tipps zu geben. Jede individuelle Situation erfordert auch eine individuelle Lösung. Für detaillierte Fragen, kannst du uns hier kontaktieren.

Du kennst es. Jede professionelle Website fragt dich, ob du die Cookieeinstellungen der Website akzeptieren möchtest oder nicht.

Wozu das Ganze? Im folgenden Abschnitt erklären wir dir zuerst alles, was du zu den neuen rechtlichen Themen wissen musst, wenn du eine Website startest. Etwas zu der ePrivacy Verordnung und zum EU Cookie Law. In den darauf folgenden Abschnitten teilen wir die besten Cookie Plugins mit dir, die wir selber bei unserer täglichen Arbeit brauchen.

Wir sind eine Webagentur mit langjähriger WordPress Erfahrung und haben unseren Sitz in Leipzig. Wenn du fragen hast zu diesem Artikel oder uns von deinem Projekt erzählen möchtest, schreibe uns ungeniert.

Die ePrivacy Verordnung der EU

Das Ziel der ePrivacy Verordnung ist, Privatpersonen und Unternehmen zu schützen, da die alte ePrivacy Verordnung nicht der Entwicklung der Wirtschaft und Technik standhält. Die EU-Kommission veröffentlichte am 10. Januar 2017 einen ersten Entwurf. Interessierte können den Entwurf hier ansehen. Eigentlich sollte die ePrivacy Verordnung zusammen mit der DSGVO im Mai 2018 in Kraft treten, aber sie tritt voraussichtlich in diesem Jahr ein.

Die ePrivacy Verordnung bezieht sich auf Kommunikationsdienste die ein Anbieter einem Endnutzer bereitstellt. Für Kommunikationsdienste, welche nicht öffentlich zugänglich sind, gilt sie nicht. Im Prinzip ist die ePrivacy Verordnung nichts anderes als eine Erweiterung der DSGVO.

Die wichtigsten Bestimmungen für Website Betreiber sind:

  • Das Recht auf Vergessen werden: Anbieter müssen Ihre Datenbanken so anlegen, dass sie jederzeit Einträge löschen können.
  • Datenverarbeitung und Datenspeicherung: Die Nutzung von Google Analytics ist beispielsweise unzulässig, außer der Benutzer willigt der Nutzung ausdrücklich ein. Betreiber von Websites dürfen in Zukunft nicht mehr Informationen sammeln, welche Geräte der Benutzer nutzt. 
  • Kopplungsverbot: Es soll verboten werden, dass Webseitenbetreiber bestimmte Inhalte von der Einwilligung abhängig machen. 

Das EU Cookie Law

Das EU Cookie Law gehört zur ePrivacy Verordnung der EU. Ein Webseitenbetreiber darf nutzerbezogene Daten erst speichern, wenn der Besucher dies auch ausdrücklich einwilligt. Deshalb die weitverbreiteten Banner, die du wohl nur zu gut kennst mittlerweile. “Diese Website verwendet Cookies”.

Du siehst diese Meldung auf Webseiten, weil die Webseitenbetreiber ihrer Pflicht nachgehen, die Nutzer der Website auf das Speichern von nutzerbezogenen Daten hinzuweisen. Alle Cookies außer technisch notwendige sind zustimmungspflichtig. Google Analytics oder andere Analyse, Tracking und Marketing Dienste müssen also vom Besucher der Website akzeptiert werden, bevor diese in Kraft treten dürfen und Daten sammeln können.

Was sind Cookies?

Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die im Browser gespeichert wird. Sie enthält Informationen zum Besucher der Website und dient zur Funktionalität und Personalisierung einer Website. Das können einfache Informationen sein, wie zum Beispiel was du in den Warenkorb gelegt hast. Beim nächsten Besuch der Website hast du dann in diesem Fall dieselben Artikel im Warenkorb wie beim letzten Besuch. Es geht also um die Wiederkennung des Nutzers. Diese Cookies werden Session Cookies genannt.

Tracking Cookies hingegen sind persistent und ein beliebtes Instrument des online Marketings. Persistente Cookies werden dauerhaft auf dem Computer gespeichert. Dadurch kann das Verhalten des Nutzers genauer verfolgt werden.

Wie sieht ein Cookie Banner aus?

Einfacher Hinweis

Beispiel Einfacher Hinweis

Dieser Banner weist ganz einfach auf die Nutzung von Cookies hin. Diese Art von Cookie Hinweis ist nicht mehr rechtssicher.

Opt In Cookie Banner

Opt In Banner Beispiel

Beim Opt In Cookie Banner wird der Websitebesucher zuerst gefragt, ob Cookies gesetzt werden dürfen, und erst wenn der Nutzer dies einwilligt werden diese auch gesetzt. Der Opt In Banner geht der Opt In Pflicht nach, die in der neuen Richtlinie festgelegt wurde. Daher ist es rechtskonform.

Nach einem aktuellen Urteil aus 29.05.2020 ist man sogar verpflichtet, das Plugin Fenster so einzustellen, dass keine Haken für optionale Cookies drin sind. (wie im obigen Bild)

Selbst so ein kleiner Detail könnte Sie zu einer rechtlich unvertretbaren Position führen. Daher muss man ganz vorsichtig mit dem Thema umgehen.

Opt Out Cookie Banner

Diese Form von Cookie Banner ist nicht datenschutzkonform. Hier werden die Cookies automatisch gesetzt und wenn der Nutzer im Anschluss Cookies ablehnt, werden diese wieder gelöscht.

Cookie Law Konforme WordPress Plugins

Das war jetzt viel Theorie. Jetzt stellen wir dir besten Consent Plugins für deine WordPress Website vor.

Schreibe einen Kommentar, wenn du ein anderes Plugin von uns getestet haben willst.

#1: Borlabs Cookie Plugin

Borlabs Cookie Plugin

Aus unserer Sicht ist das Borlabs Cookie Plugin das beste Plugin für WordPress. Es kostet etwas, aber es bietet alles, was du brauchst, um deine WordPress Website rechtssicher zu machen. Du kannst die Cookies sogar gruppieren. Das Design des Banners kannst du beliebig anpassen. Die Kosten kommen auf €39 pro Jahr pro Website.

Die Vorteile:

  • Cookies können gruppiert werden
  • Opt In Lösung für die ePrivacy Verordnung und DSGVO
  • Einfache Einbindung von Cookies
  • Deutsches Supportteam
  • Deutsche Entwickler
  • Opt In Konversionstracking
  • Beliebigen Content blockieren mit Shortcodes

Die Nachteile:

  • Jährliches Preismodell
  • Die zu blockierenden Cookies müssen manuell hinzugefügt werden

#2: Cookiebot Plugin

Cookiebot WordPress Plugin

Das Cookiebot Plugin für WordPress scannt die Website automatisch nach Cookies. Daher ist dieses Plugin eher für Webdesign Anfänger gedacht. Die Cookies werden vom Plugin sogar gruppiert. Das Plugin kann aber leider zu wenig blockieren. Youtube Videos zum Beispiel werden von einem unschönen Hinweis ersetzt.

Das Plugin ist für 100 Seiten kostenlos, was aber nicht wirklich viel ist. Danach kostet das Plugin €9 pro Monat als €108 pro Jahr. Ziemlich teuer aus unserer Sicht.

Die Vorteile:

  • Die Cookies werden automatisch erkannt und gruppiert
  • Es ist eine One click Lösung
  • Ein Script Blocker kann ausgewählten Content blockieren
  • Das Plugin ist nicht nur für WordPress kompatibel
  • kostenlos für WordPress Webseiten bis 100 Unterseiten

Die Nachteile:

  • Die Einbindung erfolgt über ein externes Script
  • Der Script Blocker bietet nur ein Texthinweis und keine schönen Vorschaubilder
  • Leider werden nicht alle externen Scripte geblockt
  • Es werden nur Cookies geblockt, aber nicht die gesamte Verbindung. Die IP Adresse wird also übermittelt.

#3: DSGVO Pixelmate

Pixelmate Plugin WordPress

Was uns beim DSGVO Pixelmate Plugin auffällt: es ist sehr leicht Google Analytics oder Facebook Pixel einzubinden. Die Tracking ID von Google oder Facebook reicht. Das Plugin übernimmt für dich den größeren Aufwand. Auch andere Skripte lassen sich einfach in das Plugin einbinden.

Youtube Vimeo Google Maps

Das DSGVO Pixelmate Plugin kann externe Ressourcen blockieren, macht das aber nicht so schön wie zum Beispiel das Borlabs Cookie Plugin. Außerdem kann dieses Plugin etwas weniger als das Borlabs Cookie Plugin.

Die Vorteile:

  • Google Analytics und Facebooks Pixel können sehr einfach eingebunden werden.
  • Der Banner kann beliebig angepasst werden
  • Du erhältst Zugang zu einer Facebook Gruppe für Supportfragen
  • Das DSGVO Pixelmate Plugin kann auch Third-Party Cookies blockieren
  • Opt in wird unterstützt
  • Die Bedienung des Plugins ist benutzerfreundlich und angenehm

Die Nachteile:

  • Iframes wie Facebook-Posts können nicht blockiert werden.
  • Wenn du viele Cookies hast wird es unübersichtlich
  • Die Entwickler arbeiten nicht Hauptberuflich an diesem Plugin
  • Das Design des Content Blocker kann nicht angepasst werden

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